Lieblingsessen 12 - Pimp My Erbsensuppe

Dsc_4228

Jaja, sie kocht noch - fast täglich, aber meist ohne Zeit zu fotografieren oder zu beschreiben. Oder Rezepte, die hier schon niedergeschrieben sind. Aber heute habe ich mal wieder etwas Neues ausprobiert. Da es dem Gemahl und mir wohl gemundet hat, anbei das Rezept.

Als Basiszutaten braucht man gefrorene Erbsen, Kartoffeln (geht auch ohne), Sahne, Zwiebeln, Gewürze, Mixstab, evtl. ein Schuss Noilly Prat. Und in der Pimpvariante Tiger Prawns und ein Sieb.

Für meine Suppe habe ich eine mittelgroße Zwiebel grob gewürfelt und in etwas Rapsöl angebraten, ruhig mit etwas Schmackes. Darauf habe ich die in dünne Scheiben geschnittenen Kartoffeln gegeben (ca. 300 g vor dem Schälen), mit Wasser aufgefüllt und gewürzt. Ich liebe Gewürze, das Ganze funktioniert natürlich nach persönlichem Geschmack auch mit weniger. Ich habe drin: Estragon, Kerbel, Minze, Marokkanische Gewürzmischung, Fischgewürz, Vanillesalz (von Schuhbeck, falls jemand die Zusammensetzung googeln mag), etwas Chili, Knoblauch, hefe- und glutamatfreie Bouillon, Salz. Die Kartoffeln so lange kochen bis sie fast gar sind, dann 600 g gefrorene Erbsen dazu, wieder mit Wasser auffüllen. Sobald die Erbsen gar sind, erneut abschmecken. 200 g Sahne mit dem Pürierstab aufschlagen, danach die Suppe fein pürieren. Die Sahne darunter mixen. Final abschmecken. Suppe in den Teller, einen Klecks der restlichen Sahne dazu. Fertig. Das Ganze hat von der Gefriertruhe bis zum Tisch bei mir inkl. der Prawnvariante 50 Minuten gedauert, die Suppe ist also durchaus als flottes Essen einzustufen.

In der Pimpvariante habe ich Tigerprawns (bio von Followfish http://bit.ly/followfish ) aus dem Mantel geholfen, in einem separaten Topf in etwas Suppenbrühe gedünstet und zu der Suppe gegeben. Und wenn man jetzt noch für das Perfekte Dinner auf Vox kochen möchte, streicht man die pürierte Suppe durch ein Sieb, püriert noch einmal bis sie schaumig ist, hebt erst dann vorsichtig die steifgeschlagene Sahne unter und serviert Süppchen an Schäumchen im Dialog mit Garnelchen.

Guten Appetit.

Die Suppe auf diesem Bild wurde übriegens nur püriert.

Dsc_4230

Danke

P1020041

Ihr Lieben,

ich bin absolut überrascht davon, wie viele von Euch mir gratuliert, mich gedrückt, mir Blumen, Baobabs, Apfelbäumchen, Sonnenstrahlen, Champagner und Wunder geschickt oder anderweitig mit sehr netten Worten geschmeichelt haben. Obwohl virtuell, habt Ihr mir gemeinsam mit meiner Familie einen tollen Tag bereitet. Und da ich nicht jedem Einzelnen danken kann, möchte ich zumindest auf diesem Wege DANKE sagen.

Eure DeDitte aka Judith

Ich stricke, als bin ich. Entspannt - oder so.

Bild_10

Mittlerweile haben wir Februar und mein letzter Beitrag ist fast 2 Monate alt. Was nun zum einen daran liegt, dass dazwischen Weihnachten, Europa-Familientournee, Neujahr und Urlaub lagen und zum anderen auch daran, dass ich mein altes Hobby wieder entdeckt habe. Das Stricken. Und nicht, weil es gerade hipp ist, sondern weil es mich wirklich entspannt und ich das eigentlich schon seit über 30 Jahren mehr oder weniger intensiv betreibe. Es gibt - für mich - kaum etwas gemütlicheres, als Abends die Nadeln zur Hand zu nehmen und eine, zwei, drölfzig Runden damit zu klappern. Und meist kommt auch was Nettes dabei raus, was Strickerin und die jeweiligen Träger erfreut.

Oben seht Ihr eine kleine Auswahl, was fehlt sind die diversen Strümpfe, die ich seit einigen Monaten gestrickt habe. Und wer von Euch bei ravelry angemeldet ist, findet mich unter http://ravel.me/DeDitte/2d

....in der Weihnachtsbäckerei

Vanillekipferl

Beim Backen ging es mir dieses Jahr ähnlich wie beim Dekorieren - eigentlich wollte ich nichts machen. Als aber die beste aller Schwestern tränenüberströmt Vanillekipferl einforderte, bin ich natürlich schwach geworden. Und da mir gestern Abend von eben solcher nach der Übergabe der Plätzchen am Hauptbahnhof Frankfurt auf dem Weg nach Berlin auf dem Weg nach New York (fragt nicht...) rückgemeldet wurde, diese seien klasse, hier das Rezept für Euch.

Erst mal der Klassiker, d.h. mit normalem Mehl
250 g Mehl
200 g kalte Butter (keine Margarine!!)
100 g gemahlene Mandeln
70 g Zucker, am besten feinen oder feinsten (steht so auf der Packung), aber keinen Puderzucker
1 P Vanillezucker (ich nehme die Bourbonvanillebeutelchen von Dr. Ö)

Alles so schnell wie möglich verkneten, damit die Butter nicht warm wird und einige Stunden im schicken Folienmäntelchen im Kühlschrank parken. Den Teigklotz (nicht lachen, ausprobieren!) vierteln und diese Viertel zu ca. 3 cm dicke Rollen formen. Scheiben von 0,5 cm abschneiden, flott zur Kugel und dann geschwind zu einer Art Schupfnudel drehen. Da die meisten am Drehen scheitern hier meine Variante - v.a. ist es wichtig, dass die Enden nicht zu spitz ausfallen, da diese a) verbrennen und b) leicht abbrechen. Meine Kipferl sind in 3 Umdrehungen und 2 Rollbewegungen fertig und zwar kleine Drehungen in der Handmulde und dann 2 mal rauf/runter wie wenn man sich die Hände warm reibt, von der Amplitude her Daumenballen in Handmulde - mehr rollt die Teile kaputt. Mit Abstand auf Backpapier oder Backmatten legen, diese Menge ergibt bei mir ca. 2,5 Bleche, je nachdem wie oft vorher schon genascht wurde. Ich backe bei Umluft, 175 °C 10 bis 13 Minuten. Das kommt stark auf den Backofen an. Oben sieht man ja wie die Plätzchen aussehen sollen. In den ersten Minuten sind die Kipferl extrem empfindlich, von daher einige Minuten abkühlen lassen und dann mit einem Pfannenwender portionsweise vom Papier abheben und noch warm in Zucker/Vanillezucker tunken. Ich tunke nur eine Seite, die andere bekommt in der Dose von oben reichlich ab.

Heute neu im Angebot war die Variante mit glutenfreiem Mehl. Was soll ich sagen - die Dinger sind noch brüchiger als der Klassiker und vor allem extrem lauffreudig. Deswegen habe ich die Kipferlform aufgegeben und kleine Kugeln mit weitem Abstand aufs Blech gesetzt. Da ich Haferflocken vertrage, werde ich diese beim nächsten Mal untermischen und hoffe, dass dann etwas mehr Bindung da ist. Schmecken tun sie aber trotzdem. Rezept wie oben, nur dass ich Buchweizen-, Mais-, Reis- und Teffmehl genommen habe.

Und da die doppelte Ausführung der Kipferl nicht genug war, habe ich neben Bahntransferbetreuungstreffdienstleistungen auch noch schnell 2 x Zimtwaffeln und einmal Anisplätzchen gebacken, die sogar ein Füßchen bekommen haben. Stolze Leistung für den ersten Versuch, auch wenn ich das mit dem Laufen des Teiges noch mal übe. Beide Backwerke schmecken auf jeden Fall klasse, die Rezepte gibt es hier allerdings nicht, da dies freundliche Leihgaben lieber Menschinnen auf Twitter sind. Daneben habe ich noch schnell (hier bitte hysterisches Lachen einfügen) gefühlte 15 kg Ingwer-Karamell gerührt, der auch lecker ist, aber leider habe ich nicht aufgepasst und er ist etwas mürbe in der Konsistenz, d.h. ich habe wohl Zuckerkristalle vom Rand nach dem Auflösen noch mal reingerührt. Irgendwas ist ja immer...

Zimtwaffel_anis

Ode an meinen Twichtel

Bild_3

Ich habe mich ja auf das Experiment Twichteln eingelassen (und zittere nun ein wenig ob meines Mutes). Um es den Menschen dort draußen an den Empfangsgeräten etwas zu vereinfachen, anbei eine kurze Aufstellung dessen, was ich toll finde bzw. gar nicht mag:

Lieblingsfarben:
Klare, strahlende Farben wie Rot, Lila, Orange, Dottergelb, Apfelgrün, Türkis, Blau, Grün, Grau, Schwarz, Weiß

Eher keine Lieblingsfarben:
Braun, Ocker, alles gedeckte, Altrosa in sämtlichen Varianten

Toll:
- einfache Kerzen ohne Glitzer und OHNE Duftstoffe
- schlichte, geradlinige Dekoartikel
- Sockenwolle in allen Farben
- persönliche Basteleien

Bitte nicht:
- Lebensmittel oder Süßigkeiten (darf ich aufgrund diverser Unverträglichkeiten nicht essen)
- parfümierter oder aromatisierter Tee in allen Ausprägungen (s.o.), Schwarztee
- Duftkerzen

Aber egal was kommt, ich freue mich schon und bin ganz gespannt, wer mir was ins Päckchen packt.

St. Barbara und 2. Advent

P1080549

St. Barbara

Ich brach drei dürre Reiselein
vom harten Haselstrauch
und tat sie in ein Tonkrüglein,
warm war das Wasser auch.

Das war am Tag Sankt Barbara,
da ich die Reislein brach,
und als es nah an Weihnacht war,
da ward das Wunder wach.

Da blühten bald zwei Zweigelein,
und in der heilgen Nacht,
brach auch das dritte Reiselein
und hat das Herz entfacht.

Heinz Grunow

Die Saarländer unter uns werden wissen, dass die heilige Barbara die Schutzpatronin der Bergleute ist. Am 4. Dezember, ihrem Namenstag, werden klassischerweise Kirschzweige geschnitten und in das geheizte Zimmer gestellt. Alternativ werden Apfel-, Birke-, Haselnuss- oder wie bei uns zuhause Forsythienzweige genommen. Blüht dieser Zweig dann an Weihnachten, so gilt dies als gutes Zeichen für die Zukunft. Dem kann allerdings nachgeholfen werden, wenn entweder beim Schneiden Temperaturen um den Gefrierpunkt herrschen oder man die Zweige kurz in die Gefriertruhe legt.

Euch Allen einen schönen 2. Advent und besinnliche Tage bis Weihnachten.

Lieblingsessen 11 - Äpfel mit Crunch

2010-11-29

Wer hier öfter liest weiß, dass ich a) kein Brot esse und b) diverse Unverträglichkeiten habe. Aber lecker essen geht trotzdem, heute eine Abwandlung der warmen Äpfel.

Die Äpfel werden grob geraspelt, dann zerlasse ich in einer Pfanne Butter, streue Muscovadozucker darüber (normaler Zucker geht natürlich auch). Kurz karamellisieren, dann zügig grobe Haferflocken bzw. eine Flockenmischung dazu geben. Meine enthält zarte Haferflocken, Hirse, Buchweizen, Quinoa, Amaranth (alles geflockt) sowie Mohn. Unter Rühren anknuspern lassen - aber Vorsicht, nicht den Herd verlassen, ansonsten brennt es an. Wenn alles eine goldene Farbe hat, über die Äpfel streuen und essen. Geht bei mir als Frühstück, Mittag- oder Abendessen. Als umgekehrte Variante die Äpfel als Spalten in der Butter-Zucker-Mischung anbraten und dann die Flockenmischung darüber  streuen.

Guten Appetit.

Lieblingsessen 10 - Hirse mit Paprika und Fenchel, gluten- und histaminfrei

P1080385

Das schnelle Mittagessen :
100 g Hirse gründlich waschen, im Sieb abtropfen und mit der doppelten Menge Wasser (also 200 g für die Nichtrechner) 5 Minuten kochen lassen. Am besten bei geöffnetem Deckel, da die Hirse gerne schäumt. Mit Salz und körniger Brühe würzen, Deckel drauf und 25 min bei minimaler Hitze ziehen lassen.

Fenchelknolle vierteln, in Streifen schneiden, rote und gelbe Paprika in mundgerechte Stücke schneiden, alles in Rapsöl beherzt ;-) anbraten, mit den Gewürzen der Wahl abschmecken und auf kleinerer Flamme weitergaren lassen. Das Gemüse sollte dann ungefähr zeitgleich mit der Hirse fertig sein. Letztere unterheben und geniessen. Evtl. Reste schmecken auch kalt.

Wenn ich anstatt Gemüse Salat zur Hirse esse, hebe ich dort einen EL Butter unter bevor ich serviere.